maxblue Depot im Check 2026: Kosten und Angebot

Das maxblue Depot ist das beratungsfreie Online-Brokerage-Angebot der Deutschen Bank. Depot und Verrechnungskonto werden ohne laufenden Grundpreis geführt. Für eine reguläre Online-Order fallen 0,25 Prozent des Kurswerts an, mindestens 8,90 Euro und höchstens 58,90 Euro. Bei Börsenorders kommen feste Ausführungsentgelte und mögliche Fremdkosten hinzu. Das Angebot umfasst zahlreiche Wertpapierarten, 40 Börsenplätze, Direct Trade und Wertpapiersparpläne. Ob das Preismodell passt, hängt vor allem von Ordergröße, Handelsplatz, Häufigkeit und Sparrate ab.

Was ist maxblue?

maxblue ist keine eigenständige Bank, sondern die Marke für das Online-Brokerage der Deutsche Bank AG. Vertragspartner und depotführendes Institut ist damit die Deutsche Bank. Das Angebot richtet sich an Selbstentscheider: Käufe und Verkäufe werden ohne Anlageberatung erteilt. Die Bank prüft bei bestimmten Finanzinstrumenten die Angemessenheit auf Grundlage der angegebenen Kenntnisse und Erfahrungen; eine persönliche Empfehlung zur konkreten Anlage ist damit nicht verbunden.

Gehandelt und verwaltet werden können unter anderem Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs, ETCs, Optionsscheine, Zertifikate und weitere verbriefte Derivate. Der Anbieter nennt 40 Börsenplätze weltweit und 15 Partner im außerbörslichen Direct Trade. Produktanzahl und Handelbarkeit einzelner Wertpapiere können sich ändern und sollten vor einer Order in der Wertpapiersuche kontrolliert werden.

maxblue-Konditionen im Überblick

Merkmal Reguläre Kondition Wichtige Ergänzung
Depotführung 0 Euro Keine Finanzportfolioverwaltung oder Anlageberatung
Depotkonto 0 Euro Dient als Verrechnungskonto; Fremdwährungskonten möglich
Online-Order 0,25 % des Kurswerts Mindestens 8,90 Euro, höchstens 58,90 Euro
Xetra 2,00 Euro zusätzlich Fremde Kosten und Auslagen können hinzukommen
Deutsche Präsenzbörse 4,50 Euro zusätzlich Fremde Kosten und Auslagen können hinzukommen
US-Börse 15,00 Euro zusätzlich NYSE, AMEX und NASDAQ; weitere Fremdkosten möglich
Sonstige Börse 29,00 Euro zusätzlich Weitere Fremdkosten, Steuern oder Liefergebühren möglich
Offline-Auftrag 14,90 Euro zusätzlich Zum Beispiel Auftrag per Telefon, Fax oder Brief
Sparplankauf 1,25 % des Kurswerts Kein Mindest- oder Höchstpreis; Aktionen getrennt prüfen

Stand der Konditionen: 7. September 2026. Maßgeblich bleiben das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis, die konkrete Ordermaske und die vor Auftragserteilung bereitgestellte Kosteninformation.

Was kostet eine Wertpapierorder?

Die Standardprovision beträgt beim börslichen Handel und im maxblue Direct Trade 0,25 Prozent des Kurswerts. Bei einer Order über 1.000 Euro greift der Mindestpreis von 8,90 Euro. Bei 5.000 Euro ergeben sich 12,50 Euro, bei 10.000 Euro 25 Euro. Ab einem Kurswert von 23.560 Euro begrenzt der Höchstpreis die Provision auf 58,90 Euro.

Bei Börsenorders ist die Provision nicht der Gesamtpreis. Xetra kostet zusätzlich 2 Euro, eine deutsche Präsenzbörse 4,50 Euro, eine US-Börse 15 Euro und eine sonstige Börse 29 Euro. Dazu können Courtagen, Transaktions- und Handelsentgelte, Steuern, Brokerkosten oder Liefergebühren kommen. Eine Xetra-Order über 5.000 Euro kostet daher vor fremden Kosten mindestens 14,50 Euro; dieselbe Order über eine US-Börse mindestens 27,50 Euro.

Für nicht online erteilte Aufträge berechnet die Deutsche Bank zusätzlich 14,90 Euro. Mehrtägige Teilausführungen können erneut Provision und börsenplatzbezogene Entgelte auslösen. Wer regelmäßig handelt, sollte nicht nur den beworbenen Mindestpreis, sondern sein typisches Ordervolumen und den gewünschten Ausführungsplatz im Depotvergleich nach Nutzungsprofil gegenüberstellen.

Direct Trade und Börsenhandel

Im Direct Trade wird direkt mit einem Handelspartner gehandelt. Börsenentgelte entfallen dabei, und die Handelszeiten können länger sein als am gewählten Börsenplatz. Dafür bestimmt der jeweilige Handelspartner den angebotenen Kauf- und Verkaufskurs. Ein Kostenvergleich sollte deshalb auch den Spread und den verfügbaren Referenzkurs berücksichtigen. Eine formal niedrigere Gebühr bedeutet nicht automatisch die günstigere Gesamtausführung.

Der Börsenhandel bietet je nach Wertpapier eine breitere Marktteilnahme und veröffentlichte Kurse. Liquidität, Spread und Handelszeiten unterscheiden sich jedoch zwischen den Plätzen. Limitorders können helfen, den maximal akzeptierten Kaufpreis beziehungsweise den minimalen Verkaufspreis festzulegen; sie beseitigen weder Kurs- noch Ausführungsrisiken.

Vieltrader-Rabatt

maxblue gewährt auf die reguläre Orderprovision zeitlich nachgelagerte Rabatte. Ab 125 berücksichtigten Transaktionen innerhalb einer sechsmonatigen Qualifikationsphase beträgt der Nachlass in der folgenden Rabattphase 10 Prozent, ab 250 Transaktionen 20 Prozent. Die Ausführungsentgelte des Börsenplatzes und fremde Kosten werden dadurch nicht reduziert.

Für gelegentliche Anleger ist deshalb mit dem Standardpreis zu rechnen. Auch aktive Anleger sollten prüfen, welche Transaktionen für die Schwelle zählen und in welchem Halbjahr der Rabatt tatsächlich wirkt, statt den möglichen Höchstrabatt vorwegzunehmen.

Wertpapiersparpläne

Der maxblue Wertpapier Sparplan beginnt ab 25 Euro. Nach Anbieterangaben stehen mehr als 1.100 sparplanfähige Fonds, ETFs, ETCs und Aktien zur Auswahl. Ausführungen sind monatlich, zweimonatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich möglich. Pro Sparplan können bis zu drei Wertpapiere gewählt werden; Rate, Auswahl und Intervall lassen sich anpassen.

Regulär kostet der Kauf von Aktien, ETFs und ETCs 1,25 Prozent des Kurswerts. Bei 50 Euro Rate sind das 0,63 Euro, bei 100 Euro 1,25 Euro und bei 250 Euro 3,13 Euro je Ausführung. Fonds werden regulär mit 50 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag angeboten. Für einen Verkauf gelten die normalen Transaktionspreise des Depots.

Bis zum 31. Dezember 2026 bewirbt maxblue Aktionskonditionen: sparplanfähige ETFs sollen bis 250 Euro Anlagebetrag ohne Kaufgebühr ausgeführt werden, ausgewählte Fonds erhalten 100 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag und sparplanfähige Aktien 50 Prozent Rabatt auf die Kaufgebühr. Diese Vorteile sind zeitlich befristet und freibleibend. Produktkosten, Spreads und Marktrisiken bestehen unabhängig davon. Weitere Auswahlkriterien erklärt unser Ratgeber zum ETF-Sparplan.

DepotKredit: flexibel, aber mit zusätzlichem Risiko

Beim maxblue DepotKredit dienen die im Depot verwahrten Wertpapiere als Sicherheit. Der verfügbare Kreditrahmen hängt von ihrem Beleihungswert ab. Die Bereitstellung ist laut Anbieter kostenlos; Zinsen fallen nur auf den beanspruchten Betrag an. Am 7. September 2026 nennt maxblue einen variablen Sollzins von 5,15 Prozent pro Jahr.

Ein solcher Lombardkredit erhöht nicht nur die Investitionsmöglichkeiten, sondern auch das Verlustrisiko. Fallen die beliehenen Wertpapiere, kann der Kreditrahmen sinken und zusätzliches Kapital oder ein Verkauf erforderlich werden. Zinsen fallen unabhängig von der Wertentwicklung an. Der DepotKredit ist deshalb kein Qualitätsmerkmal des Depots und sollte getrennt von der normalen Depotentscheidung beurteilt werden.

Online-Banking, App und Service

Orders können über das Online-Banking und die Deutsche Bank Mobile-App erteilt werden. maxblue nennt außerdem kostenlose Realtime-Kurse, Watchlists, Research der Deutschen Bank und eine rund um die Uhr erreichbare Service-Hotline. Diese Angaben beschreiben den veröffentlichten Funktionsumfang. Bedienbarkeit, Stabilität, Erreichbarkeit und Ausführungsqualität wurden für diesen Check nicht mit einem eröffneten Depot praktisch getestet.

Die Depoteröffnung ist online möglich. Zur Legitimation werden Video-Legitimation sowie POSTIDENT in einer Postfiliale oder die Identifikation in einer Deutsche-Bank-Filiale genannt. Wie lange Freischaltung und Depotübertrag im Einzelfall dauern, lässt sich daraus nicht verlässlich ableiten.

Einlagensicherung und Wertpapierverwahrung

Das maxblue Depot und Depotkonto werden von der Deutsche Bank AG geführt. Guthaben auf dem Verrechnungskonto sind Bankeinlagen. Für entschädigungsfähige Einlagen gilt grundsätzlich die gesetzliche Sicherung bis 100.000 Euro je Einleger und Kreditinstitut; daneben existiert bei privaten Banken ein freiwilliges Sicherungssystem. Der konkrete Schutzumfang hängt von Person, Kontoart und den jeweils geltenden Bedingungen ab.

Depotverwahrte Wertpapiere sind von Bankguthaben zu unterscheiden. Sie werden für den Kunden verwahrt und fallen grundsätzlich nicht in die Einlagensicherung. Im Insolvenzfall besteht regelmäßig ein Herausgabe- beziehungsweise Übertragungsanspruch. Das schützt jedoch nicht vor Kursverlusten, Emittentenausfällen, Produkt- oder Währungsrisiken.

Für welche Nutzungsprofile kann das Depot interessant sein?

Das Depot kann in die engere Auswahl kommen, wenn ein klassisches deutsches Bankdepot ohne laufenden Depotpreis, mehrere Börsenplätze, Direct Trade und ein kombiniertes Web-/App-Banking gesucht werden. Bei mittleren und größeren Inlandsorders ist die prozentuale Preislogik einfach nachvollziehbar; der Höchstpreis begrenzt die Bankprovision bei großen Orders.

Weniger günstig kann das Modell für häufige kleine Einzelorders sein, weil der Mindestpreis von 8,90 Euro relativ stark wirkt. Auslandsbörsen und Offline-Aufträge verursachen deutliche Zuschläge. Beim Sparplan ist die reguläre prozentuale Gebühr für kleine Raten zwar absolut niedrig, bei höheren Raten steigt sie jedoch mit. Zeitlich begrenzte Aktionen sollten nicht als dauerhafte Eigenschaft eingeplant werden.

Stärken und Grenzen auf einen Blick

  • Plus: kein Depotpreis und kein Kontoführungsentgelt für das Depotkonto.
  • Plus: 40 Börsenplätze, Direct Trade sowie breites Wertpapier- und Sparplanangebot.
  • Plus: reguläre Orderprovision bei 58,90 Euro gedeckelt.
  • Grenze: Mindestprovision von 8,90 Euro belastet kleine Orders vergleichsweise stark.
  • Grenze: Börsenplatz-, Fremd- und Offlinekosten kommen zur Grundprovision hinzu.
  • Grenze: Sparplan- und ETF-Aktionen sind veränderlich beziehungsweise bis Ende 2026 befristet.
  • Risiko: Ein DepotKredit verstärkt Verluste und kann bei fallenden Beleihungswerten Handlungsdruck erzeugen.

Fazit zum maxblue Depot

maxblue verbindet ein kostenlos geführtes Depot mit dem Online-Banking der Deutschen Bank, einem breiten Handelsplatzangebot und mehreren Sparplanarten. Die reguläre Orderprovision von 0,25 Prozent ist transparent, doch Mindestpreis, Börsenentgelte und mögliche Fremdkosten sind für den tatsächlichen Gesamtpreis entscheidend. Beim Sparplan sind die derzeitigen Aktionen attraktiv bepreist, aber zeitlich begrenzt; für eine langfristige Entscheidung zählt deshalb auch die reguläre Gebühr von 1,25 Prozent je Kauf.

Eine pauschale Empfehlung lässt sich daraus nicht ableiten. Entscheidend sind typische Ordergröße, Handelsplatz, Zahl der Transaktionen, gewünschte Wertpapiere und Sparrate. Wer einzelne Aktien regelmäßig besparen möchte, findet ergänzende Grundlagen im Ratgeber zum Aktien-Sparplan.

Quellen und Stand

Die Angaben wurden am 7. September 2026 anhand der folgenden offiziellen Quellen geprüft. Konditionen und Aktionen können sich ändern.

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