Consorsbank Depot im Check 2026: Kosten und Angebot

Das Consorsbank Wertpapierdepot ist dauerhaft ohne Depotführungsgebühr und bietet ein breites Wertpapier- und Handelsplatzangebot. Für gelegentliche Standardorders gilt nach dem aktuellen Statusmodell grundsätzlich ein Preis von 4,95 Euro plus 0,25 Prozent des Ordervolumens, mindestens 9,95 Euro und höchstens 69 Euro; Handelsplatz- und Fremdkosten können hinzukommen. ETF-Sparpläne werden derzeit mit 0 Prozent Sparplangebühr angeboten. Konditionen für Neukunden sind zeitlich begrenzte Aktionen und sollten nicht mit den dauerhaften Preisen verwechselt werden.

Prüfstand: 7. September 2026. Dieser Check basiert auf veröffentlichten Anbieterunterlagen. Wir haben kein Depot eröffnet, keine Orders ausgeführt und weder App, Ausführungsgeschwindigkeit noch Kundenservice praktisch getestet.

Consorsbank Depot: Konditionen im Überblick

Merkmal Aktueller Stand
Depotführung kostenlos
Verrechnungskonto kostenlos
Standardorder bei 0 bis 25 Orders/Jahr 4,95 € Grundpreis + 0,25 %, mindestens 9,95 €, höchstens 69 €
ETF-Sparpläne 0 % Sparplangebühr; Spreads und Zuwendungen bleiben möglich
Aktien- sowie ETC-/Zertifikate-Sparpläne regulär 1,50 % je Ausführung
Handelsplätze 34 deutsche und internationale Börsen laut Anbieter
Depotübertrag, Order- und Limitänderung laut Preisübersicht kostenlos

Die Tabelle bildet den dokumentierten Regelfall ab. Produktkosten, Geld-Brief-Spannen, Börsenentgelte, fremde Spesen, Steuern und besondere Leistungen können die Gesamtkosten erhöhen.

Wie setzen sich die Orderkosten zusammen?

Das reguläre Preismodell ist aktivitätsabhängig. In den beiden Silver-Stufen für bis zu 25 statusrelevante Orders im Kalenderjahr nennt die Consorsbank einen Grundpreis von 4,95 Euro plus 0,25 Prozent Provision. Insgesamt gelten mindestens 9,95 Euro und höchstens 69 Euro je Order. Eine Order über 2.000 Euro erreicht wegen des Mindestpreises beispielsweise 9,95 Euro, bevor mögliche Handelsplatz- oder Fremdkosten berücksichtigt werden.

Ab 26 Orders sinken im Status Gold Grundpreis, Mindest- und Höchstpreis. Sehr aktive Trader können in weiteren Stufen niedrigere Provisionssätze und zusätzliche Vorteile erreichen. Sparplanraten sowie CFD- und EUREX-Geschäfte zählen laut Anbieter nicht als statusrelevante Orders. Wer selten handelt, sollte deshalb mit der Silver-Standardstufe rechnen und Rabatte nicht vorwegnehmen.

Neukundenaktion ist kein Dauerpreis

Für berechtigte neue Depotkunden nennt die Produktseite derzeit 0,95 Euro Handelsplatzkosten je Onlineorder über Tradegate Exchange, zuzüglich marktüblicher Spreads. Die Aktion läuft im Eröffnungsmonat und den folgenden zwölf Monaten. Danach beziehungsweise bei anderen Handelsplätzen gilt das reguläre Preisverzeichnis. Ausnahmen, etwa bestimmte Aktions-ETFs oder Gebühren für Namensaktien, sind ebenfalls zu beachten.

Solche Aktionskonditionen können geändert oder beendet werden. Für eine langfristige Kostenentscheidung ist deshalb das reguläre Preismodell wichtiger als ein zeitlich begrenzter Einstiegspreis. Ein Vergleich mit anderen Depots sollte dasselbe Ordervolumen, denselben Handelsplatz und die voraussichtliche Handelsfrequenz verwenden. Unser Depotvergleich erklärt diese Profilbetrachtung.

ETF-, Aktien- und weitere Sparpläne

Die Consorsbank wirbt mit mehr als 2.000 ETF-Sparplänen und erhebt dafür derzeit 0 Prozent Sparplangebühr. Die Bank weist darauf hin, dass ihre Sparplanpartner die Gebühr übernehmen und dass Spreads sowie Zuwendungen bestehen können. Das Angebot und seine Bedingungen sind daher veränderbar. Produktinterne ETF-Kosten fallen unabhängig von der Ausführungsgebühr an.

Für Bestandskunden nennt die aktuelle Übersicht regulär 1,50 Prozent je Ausführung für mehr als 5.000 Aktien-Sparpläne sowie für ETC- und Zertifikate-Sparpläne. Bei Fonds hängt der Preis unter anderem vom Ausgabeaufschlag und möglichen Rabatten ab. Eröffnung, Anpassung und Löschung eines Sparplans sind laut Preisübersicht kostenlos. Grundlagen zu Auswahl, Streuung und laufenden Produktkosten finden Sie im Ratgeber ETF-Sparplan.

Wertpapiere, Handelsplätze und Werkzeuge

Über das Depot lassen sich unter anderem Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen, Zertifikate und weitere börsengehandelte Produkte handeln. Die Consorsbank nennt 34 deutsche und internationale Börsen. Dadurch ist die Auswahl breiter als bei Angeboten, die sich auf einen einzelnen Handelsplatz beschränken. Breite Auswahl bedeutet allerdings nicht automatisch den besten Ausführungspreis: Kurs, Spread, Liquidität, Handelszeit und Zusatzentgelte müssen für die konkrete Order zusammen betrachtet werden.

Zum Angebot gehören Web- und App-Zugang sowie der ActiveTrader. Die Basisversion der Handelssoftware wird in der Preisübersicht als kostenlos geführt; zusätzliche Profi-, Chart- oder Realtime-Pakete können je nach Status kostenpflichtig sein. Die reine Verfügbarkeit dieser Werkzeuge ist kein Nachweis für Bedienkomfort oder Ausführungsqualität, weil beides in diesem redaktionellen Quellencheck nicht praktisch gemessen wurde.

Depotübertrag und laufende Verwaltung

Depotübertrag, Orderänderung und Limitänderung weist die Consorsbank in ihrer Preisübersicht als kostenlos aus. Bei einem Übertrag können trotzdem Fremdkosten oder Besonderheiten nicht übertragbarer Wertpapiere auftreten. Entscheidend sind außerdem vollständig übermittelte Anschaffungsdaten und die steuerliche Behandlung des konkreten Übertrags. Eine praktische Checkliste bietet unser Ratgeber Depotübertrag Schritt für Schritt.

Sicherheit, Verwahrung und Einlagensicherung

Die Consorsbank ist eine Marke der BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland. Guthaben auf Giro-, Tagesgeld-, Festgeld- und Verrechnungskonten sind nach Anbieterangaben über den französischen Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution bis 100.000 Euro pro Person und Bank gesetzlich geschützt. Zusätzlich ist die deutsche Niederlassung freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken.

Wertpapiere im Depot fallen nicht unter die Einlagensicherung. Sie werden verwahrt und bleiben grundsätzlich Eigentum des Kunden, sodass sie bei einer Insolvenz im Regelfall verkauft oder auf ein anderes Depot übertragen werden können. Sonderfälle wie Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen sind gesondert zu beurteilen. Einlagensicherung beseitigt zudem weder Kurs- noch Emittenten- oder Produktrisiken.

Steuern und Verrechnungskonto

Als deutsche Niederlassung führt die Consorsbank bei steuerpflichtigen Kapitalerträgen grundsätzlich deutsche Abgeltungsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ab. Freistellungsauftrag, Verlustverrechnung und persönliche Steuermerkmale können das Ergebnis verändern. Bei ausländischen Erträgen oder besonderen Wertpapieren können zusätzliche Regeln gelten. Dieser Überblick ersetzt keine Steuerberatung.

Zum Depot gehört ein kostenloses Verrechnungskonto. Zeitlich begrenzte Tagesgeldzinsen werden auf den Produktseiten prominent beworben, sind aber kein dauerhaftes Merkmal des Depots und deshalb nicht Grundlage unserer Kostenbewertung.

Für welche Nutzungsprofile kommt das Depot infrage?

Das Depot kann für Anleger interessant sein, die viele Wertpapierarten, internationale Börsen, ETF- oder Aktiensparpläne und umfangreichere Handelswerkzeuge in einem Bankangebot bündeln möchten. Besonders bei ETF-Sparplänen ist die aktuelle Ausführungsgebühr niedrig. Für seltene kleine Einzelorders fällt der reguläre Mindestpreis dagegen stärker ins Gewicht als bei manchen Neobrokern.

Aktive Trader können über die Statusstufen günstigere Konditionen erreichen, sollten dafür aber nicht häufiger handeln als zur eigenen Strategie passt. Wer nur einen ETF regelmäßig besparen will, benötigt möglicherweise nicht die gesamte Produkt- und Werkzeugbreite. Wer internationale Einzelwerte handelt, sollte die Fremd- und Handelsplatzkosten konkret mit Alternativen vergleichen.

Vorteile und Grenzen

  • Plus: kostenlose Depot- und Verrechnungskontoführung.
  • Plus: breites Sparplanangebot; ETF-Sparpläne derzeit ohne Sparplangebühr.
  • Plus: 34 deutsche und internationale Börsen sowie zusätzliche Handelswerkzeuge.
  • Grenze: regulär mindestens 9,95 Euro je Standardorder in den Silver-Stufen.
  • Grenze: das Statusmodell und temporäre Aktionen erschweren einen einfachen Preisvergleich.
  • Grenze: Handelsplatz-, Fremd- und Produktkosten kommen je nach Geschäft hinzu.

Unsere Einordnung nach Anlegerprofil

Fazit

Die Consorsbank verbindet ein kostenloses Depot mit einem breiten Handels- und Sparplanangebot. Die dauerhaft mit 0 Prozent ausgewiesene ETF-Sparplangebühr ist für regelmäßiges Investieren relevant. Bei Einzelorders ist der reguläre Mindestpreis von 9,95 Euro für wenig aktive Kunden ein wichtiger Gegenpol. Eine belastbare Entscheidung sollte deshalb auf dem eigenen Ordervolumen, der Handelsfrequenz, den benötigten Börsenplätzen und den Gesamtkosten nach Ablauf möglicher Aktionen beruhen.

Konditionen und Aktionen können sich ändern. Vor einer Order oder Depoteröffnung stets das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis sowie die Bedingungen des gewählten Handelsplatzes prüfen.

Quellen

1 Comment
  1. Ich benutze das Aktiendepot von der Consorsbank für meine Sparpläne.
    Das Angebot an Sparplänen auf einzelne Aktien ist sehr gut und es gibt auch eine breite Auswahl an ETFs.
    Die Ordergebühren für einzelne Transaktionen sind für meinen Geschmack aber doch etwas hoch..

Hinterlasse einen Kommentar

Aktiendepot.org
Logo